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Statement zu den Ereignissen auf dem CSD Berlin

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein

Am 25. Juli 2026 kam es auf dem CSD Berlin zu einem queerfeindlichen Angriff, bei dem eine Frau getötet und 29 weitere Personen verletzt wurden. Wir sind traurig und erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Angehörigen, den Familien und Freund*innen.

Neben der Trauer fühlen wir auch Wut. Wut darüber, dass queeres Leben, queere Sichtbarkeit und queere (Frei-)Räume immer wieder Ziel von Hass, Hetze und Gewalt werden. Wut darüber, dass Menschen, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen, sich nicht sicher fühlen können. Wut darüber, dass rechte Akteure diesen Angriff für ihre Hetze vereinnahmen. Diese Wut ist mehr als berechtigt und es ist an der Zeit, ihr Ausdruck zu verleihen!

Denn es ist eben kein „Angriff auf uns alle“, sondern es ist ein Angriff auf queere Menschen, auf Freiheit, auf Selbstbestimmung. Und diese Gewalt entsteht nicht in einem luftleeren Raum, sondern sie ist das Symptom einer Gesellschaft, in der Hass gegen LGBTQIA*-Menschen immer weiter zunimmt. Gerade jetzt, wo die aktuelle Regierung an allen Enden und Ecken der (queeren) Bildungsarbeit kürzt und den Rotstift ansetzt, wird deutlich: Wer queere (Jugend-)Arbeit streicht, unterstützt ideologisch genau die Strukturen, in denen solche Taten möglich werden.

Doch aus all dieser Wut erwachsen – und das haben wir gestern an den spontanen Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen gesehen und gespürt – auch Solidarität und Widerstand. Solidarität mit den Betroffenen. Solidarität innerhalb der queeren Communities. Solidarität mit queeren Menschen. Solidarität mit all den Menschen, die den Einschüchterungen Tag für Tag etwas entgegensetzen.

Unsere Gedanken sind bei den hinterbliebenen Angehörigen, Freund*innen, bei den Verletzten und bei Allen, die diesen Angriff miterleben mussten. Ihr seid nicht allein. <3

Solidarische Grüße

aus dem Queeren Zentrum Göttingen